Kostentransparenz in Anwendungslandschaften?
Die Lösung: Application IntelligenceZahlreiche Versicherungsunternehmen kennen die Problematik, dass Outsourcing und Offshoring von IT-Projekten oft mit einem hohen Risiken behaftet sind. Typische Erfahrungen aus entsprechenden Projekten zeigen u.a. das Überschreiten von Zeitplänen und Budgets sowie die Nichteinhaltung von Spezifikationen und Anforderungen. Unebenheiten bei der Koordination und Integration, die durch einen Kontrollverlust bei Entwicklung und Wartung entstehen, sowie strukturelle Qualitätsmängel im Source-Code erschweren die Projekte und sind wesentliche Kostentreiber im Software Lifecycle.
Auch Dr. Thomas Belzer, Director of Application Development, Swisslife Deutschland, wurde vor kurzem mit hohen Anforderungen in punkto Anwendungslandschaft konfrontiert. Sein Team stand vor der Aufgabe die Wartungs- und Entwicklungskosten innerhalb von drei Jahren um die Hälfte zu senken. Seine Produktivität musste also gesteigert werden. Zudem entschloss sich Swisslife zum Insourcing vieler der Applikationen, die zuvor außer Haus entwickelt und gewartet wurden. Dabei bestand die Herausforderung darin, dass man die internen Ressourcen nicht entsprechend aufstocken konnte. Also musste Belzer die Effektivität bei der Wartung existierender Applikationen steigern, um Ressourcen für neue Applikationsentwicklungen freizusetzen. Mit dem Einsatz der Application Intelligence Plattform von Cast scheint er den richtigen Weg gefunden zu haben. ?Mit dieser Lösung kann ich wesentlich einfacher und schneller Ressourcen aus der Wartung abziehen und sie gewinnbringend wieder in der Entwicklung neuer Anwendungen integrieren. Heute werden außer Haus entwickelte Anwendungen nahezu ohne jedes Risiko zur Wartung inhouse wieder zurückgeführt.?
Warum reicht Application Management eigentlich nicht?
Der Kern des Problems ist, dass verlässliche und vor allem die richtigen Informationen über Anwendungen, die leicht zu verteilen sind und aus denen man geeignete Aktionen ableiten kann, auf allen Ebenen der IT-Organisationen fehlen. Auf der Management-Ebene benötigt man für Entscheidungen über das Anwendungsportfolio mehr auf Fakten basierende Informationen. Ist es an der Zeit, die Architektur der Anwendung umzubauen? Soll man diesen oder jenen Request for Change (RFC) eines bestimmten Outsourcers akzeptieren? Soll man diese Anwendung weiterentwickeln, verschmelzen oder stoppen? Meistens sind die verfügbaren Informationen zu subjektiv, zu alt, nicht präzise oder nicht umfangreich genug, um diese wichtigen Fragen ausreichend zu beantworten.
Und warum verbringen Wartungsteams immer noch 47% ihrer Zeit damit, bestehenden Code zu durchsuchen und darin zu navigieren? Warum ist es so schwierig, Entwickler von einem Projekt in das andere zu bringen, Anwendungen zu ändern? Technisches Wissen zu erwerben und zu verwalten wird oft als eine sehr anstrengende Aufgabe empfunden. Erst recht, wenn die manuell erledigt werden muss. Im Resultat fehlt dann aktuelle, einfach verwendbare und verteilbare technische Dokumentation. Zudem ist der Prozess, Auswirkungen und Kosten von Änderungen abzuschätzen, kaum automatisiert. Mitarbeiter von QA-Teams haben wenig Möglichkeiten, Entwicklungs-Diziplin und die Umsetzung von Best Practices zu überwachen und zu forcieren, ob sie nun in ihrer Organisation oder beim Outsourcer angesiedelt sind. Ohne die Möglichkeit, automatisiert das komplette Anwendungs-Portfolio auf die Einhaltung von Regeln zu prüfen, müssen sie sich auf manuelle Stichproben beschränken ? damit bleibt echtes ?Standard Enforcement? ein Wunsch. Nicht aber, wenn jeder Betroffene einfachen Zugriff auf ?Application Intelligence? hätte, wann und wo immer die gebraucht wird.
Transparent auf allen Seiten
Mit entsprechenden Application Intelligence Plattform und ihren Modulen profitieren IT Manager von der konsolidierten High Level Information und den Indikatoren, um die Weiterentwicklung des Anwendungsportfolios zu entscheiden und zu überwachen. Entwicklungsteams profitieren von der technischen Information und von automatisch generierten Simulationen, um diese Weiterentwicklungen effektiver zu implementieren. Endlich benutzen QA-Teams die Reports aus einer Standard Enforcement Suit, um diese Weiterentwicklungen zu kontrollieren und sicherzustellen, dass sie firmenspezifischen Entwicklungs- und Architektur-Regeln entsprechen. In der Beziehung zu Kunden rangiert Transparenz ebenfalls ganz oben in der Anforderungshierarchie. Denn die Verfügbarkeit der richtigen Informationen für die richtigen Personen zur richtigen Zeit bewirkt eine echte Kontinuität von Entscheidungen von der Umsetzung bis zur Überprüfung entlang der ganzen Management-Kette. Die IT-Organisation einer Versicherung enthält konsistente, akkurate und verlässliche Informationen.
Weitere Informationen und Download des Artikels in der Versicherungswirtschaft.
[Quelle: Versicherungswirtschaft Dez. 2005]


